Bereich: Technik  
     
     

Carcinotron
Das Carcinotron, auch als Rückwärtswellenröhre bezeichnet, ist eine Laufzeitröhre zur Schwingungserzeugung im cm- und mm-Wellenbereich (3-300 GHz).

Die Rückwärtswellenröhre ähnelt im Aufbau der Wanderfeldröhre. Während in einer Wanderfeldröhre das elektromagnetische Feld auf der Verzögerungsleitung sich in die gleiche Richtung wie der Elektronenstrahl bewegt, so läuft es im Carcinotron gegen den Elektronenstrahl.
Durch die Wechselwirkung zwischen dem Feld und dem Elektronenstrahl tritt bei bestimmten, von der Elektronengeschwindigkeit abhängigen Frequenzen, eine Selbsterregung auf. Die Rückwärtswellenröhre arbeitet dann als Höchstfrequenzoszillator. Durch den direkten Zusammenhang zwischen der Elektronengeschwindigkeit im Strahl und in der entstehenden Schwingungsfrequenz, ergeben sich durch die Anpassung der Anodenspannung einfache Möglichkeiten zur Abstimmung auf die gewünschte Fequenz. Der Abstimmbereich zwischen niedrigster und höchster Frequenz kann dabei den Faktor 1:2 übersteigen. Als Oszillator für geringe Leistungen bis 1 W und hohe Genauigkeiten, für Empfängeroszillatoren und Messzwecke, wird die Rückwärtswellenröhre mit magnetischen Längsfeld eingesetzt (Carcinoton Typ 0). Für Leistungsoszillatoren bis zu einigen 100 W wird ein magnetisches Querfeld verwendet (Carcinotron Typ: M). Zur Vermeidung unerwünschter Eigenschwingungen wird das Ende der Verzögerungsleitung bei einigen Ausführungen mit einer dünnen Eisenschicht bedampft.