Bereich: Technik  
     
     

Sprytron
Das Sprytron, auch als Vakuum Krytron bezeichnet, ist eine schnelle Schaltröhre, die jedoch im Gegensatz zum Krytron keine Edelgasfüllung, keine Hilfselektrode und auch kein radioaktives Isotop besitzt.
Das Sprytron ist stellt Spezialausführung des Krytrons, für den Einsatz in Umgebungen mit hoher ionisierende Strahlung dar, die ein gasgefülltes Krytron fälschlicherweise auslösen könnte. Da das Spyrtron über keine Hilfselektrode und damit auch über eine Vorionisierung verfügt, muss  die Triggerelektrode entsprechend leistungsfähiger ausgeführt sein. Auch der Triggerimpuls muss auch entsprechend stärker sein, um die fehlende Vorionisierung auszugleichen und die Bogenentladung zur Anode zu zünden. Der Lichtbogen wird erst zwischen der Katode und dem Gitter der Triggerelktrode gezündet und schlägt dann zu Anode über. Die Schaltzeiten sind trotzdem noch etwas kürzer als beim Krytron.
Entscheidend für die Funktion und Lebensdauer des Sprytrons ist die Qualität des Vakuums im Röhrenkolben. Sprytrons sind Hochvakuumröhren deren Elektroden durch die Glaswand des Röhrenkolbens nach außen geführt sind. Da einige Metalle bei höheren Temperaturen eine gewisse Durchlässigkeit für Waserstoff zeigen, werden die Metall-Gals-Durchführungen und äußeren Metallteile nach dem Ausheizen mit einer bis zu 25µm dicken Goldschicht überzogen. Dieser Schutz wird auch bei anderen Hochvakuumröhren berwendet.
Während Krytrons meist zum Auslösen eines Sekundärschalters, beispielsweise einer Vakuumfunkenstrecke oder eines Thyratrons verwendet werden, wird das Sprytrons zum direkten Schalten der Laste eingesetzt.
Die Zündung eines Sprytrons kann auch durch einen Laserimpuls, an statt des Impulses an der Triggerelektrode erfolgen. Im Jahr 1999 wurden entsprechende Sprytrons auf den Markt gebracht, die zur Zündung nur eine Laserpulsenergie etwa 10 mJ benötigen.
Während ältere Sprytrons mit einem Glaskolben ausgestattet waren, besitzen heutige moderne Ausführungen ein robustes Metall-Keramik-Gehäuse.

Beispiele für Sprytrons: