Bereich: Technik  
     
     

Beam Switching Tube / Trochotron
Die ersten Beam Switching Tubes wurden in den 1950er und 60er Jahren von den Brüdern Haydu bei Borroughs in den USA entwickelt.
Die bis dahin gebräuchlichen Dekatron-Zählröhren konnten bei Zählimpulsen bis etwa 1 MHz eingesetzt werden. Mit dem Fortschritt bei den elektronischen Rechnern wurden jedoch Zählröhren mit höherer Zählfrequenz benötigt.

Die mit einem Magnetsystem ausgestatteten Beam Switching-Tubes ermöglichten Zählgeschwindigkeiten bis 10 MHz. Der sehr starke Magnet wurde bei den ersten Ausführungen einfach als Ringmagnet über den Glaskolben gesteckt. In späteren Ausführungen wurde der Ringmangnet durch kleine, in die Röhre integrierte, Stabmagneten ersetzt. Die Röhren sind in der Lage die Versorgungsspannung für Nixie-Röhren (etwa 160V) taktweise zu schalten und diese somit direkt anzusteuern.

Der Begriff "Beam" hat nicht mit Strahl zu tun und soll als Kürzel aus "Borroughs Electronic Acconting Maschine" entstanden sein. Auf frühen Datenblättern ist die Bauartbezeichnung noch als "Borroughs Electronic Acconting Maschine Switching Tube" angegeben. Der vornehmliche Einsatz der Röhren lag in den Rechenmaschinen der Firma Borroughs.

Nach der Markteinführung der Beam Switching Tubes wurden ähnliche Konstruktionen auch im Ausland hergestellt. Die in England produzierten Beam Switching Tubes wurden unter der Bezeichnung Trochotron vermarktet.