Bereich: Technik  
     
     

Oktode  

Die Oktode oder Achtpolröhre wurde etwas zur gleichen Zeit wie die Verbundröhre Mischerhexode/Oszillatortriode entwickelt. Das der Mischfrequenzerzeugung benötigte Oszillatortriodensystem ist bei der Oktode jedoch mehr als separates System vorhanden, sondern direkt in das Heptodensystem integriert.

Nach dem ersten Steuergitter wurde bei der Oktode als Gitter 2 eine Hilfsanode eingefügt, die zusammen mit dem Steuergitter und der Katode das Triodensystem bildet. Das Gitter 2 ist in der Regel nicht als echtes Gitter ausgeführt, sondern besteht nur aus den zwei Haltestegen ohne Gitterbewicklung. Nach dem Oszillatortriodesystem basiert der Elekrtonenstrom ein Schimgitter (g3) und das zweite Steuergitter (g4) an dem das Einganssignal anliegt. Danach folgen das bereits von der Heptode bekannte zweite Schirmgitter (g5) und des Bremsgitter (g6) ehe der Elektronenstrom die Anode erreicht. Abweichend zum Betrieb der Hexode und Heptode wird das Eingangssignal bei der Oktode nicht mehr an das hochempfindliche erste sondern an das weniger empfidliche zweite Steuergitter angelegt. Damit ist die Oktode unempfindlicher als eine Hexode oder Heptode. Da der Elektronenstrom aus dem Oszillatosystem jedoch unmittelbar für das Mischsystem der Heptode genutzt wird, ist diese Konstruktion weitgehend unempfindlich gegen Frequenzverwerfungen.

Die Oktode war ebenso wie die Hexode keine sonderlich erfolgreiche Röhrenkonstruktion.