Bereich: Technik  
     
     

Heptode  

Die Heptode ist eine Weiterentwicklung der Hexode, in deren Röhrensystem ein weiteres Gitter zwischen dem Gitter 4 und der Anode eingefügt wurde. Die Heptode verfügt damit über 5 Gitter und entsprechend 7 Elektoden. Das zusätzliche Gitter (g5) entspricht von der Funktion dem Bremsgitter der Pentode und schützt das zweite Schirmgitter vor den Auswirkungen der Sekundärelektronen der Anode.

Wie die Hexode wurde die Heptode häufig in Überlagerungsempfängeren als sogenannter multiplikativer Mischer eingesetzt. Hierbei werden an die beiden Steuergitter zwei Signale unterschiedlicher Frequenz angelegt. An der Anode kann dann das verstärkte Mischsignal bestehend aus den Frequenzen f1 und f2 sowie den beiden Mischfrequenzen f1+f2 und f1-f2 abgegriffen werden. Im Überlagerungsempfänger wurde die Mischfrequenz f1-f2, die sogenannte Zwischenfrequenz (ZF) herausgefiltert und weiterverarbeitet.

In der Praxis wurde in den Röhrenklolben der Heptode meist die zur Mischfrequenzerzeugung benötigte Triode mit integriert. Das Ergebnis waren die Röhren Typen ECH4, ECH21 sowie die äußerst erfolgreiche ECH81, die in den 1950er und 1960er Jahren in nahezu jeden deuteschen Rundfunkempfänger eingebaut war.