Bereich: Technik  
     
     

Rauschen

Wie andere elektronische Bauteile erzeugt auch eine Elektronenröhre ein in Art und Leistung spezifisches Rauschspektrum. Dieses Rauschen wird abhängig von der Entstehung in Rauscheffekte unterteilet. Diese

Verteilungsrauschen

Das Stromverteilungsrauschen oder kurz Verteilungsrauschen tritt erst bei Mehrgitterröhren ab der Tetrode in Erscheinung. Auf dem Weg von der Katode zur Anode basieren die Elektronen die in Form und Funktion unterschiedlichen Gitter. Hiebei werden die einzelnen Elektronen durch die Einwirkung des Gitters jedoch nicht alle gleichmäßig beschleunigt oder abgebremst. Als Folge erreichen nicht alle zu einem Zeitpunkt an der Katode gestarteten Elektronen, die Anode auch zu einem gemeinsamen Zeitpunkt. Je größer die Anzahl der Gitter einer Röhre, desto höher wird dieses für Mehrgitterröhren typische Rauschen.
Durch konstrutive Maßnahmen wie die gleichartige Wickelung der Steuer- und Schirmgittern kann das Verteilungsrauem vermindert werden. Für die anfliegenden Elektronen liegt das Schrimgitter somit quasi im Schatten des Steuergitters und wird weitausweniger vom Elektronen getroffen. In der Folge reduziert sich der Schirmgitterstrom und damit auch das Verteilungsrauschen.

Influenzrauschen

Bei hohen Betriebsfrequenzen ab etwa 100 MHz tritt das Infulenzrauschen infolge von Laufzeiteffekten auf dem Steuergitter auf.

Funkelrauschen

Die Emission der Elektronen aus der Katode wird von chemischen Vorgängen an der Katodenoberfläche sowie der Katodentemperatur bestimmt. Die Emissionschicht nicht gleichmäßig und auch die Temperatur ist zeitlichen Schwankungen unterworfen. Damit sind weder die Zahl noch die Verteilung der Elektronen über die Katodenoberfläche konstant. Diese Schwankungen verurschen ein Rauschen das als Funkeleffekt oder Funkelrauschen bezeichnet wird. Das Rauschen ist damit bereits bei niedrigen Frequenzen messbar und trägt am stärksten zum Gesamtrauschen einer Röhre bei.