Bereich VII: Bezeichnungssysteme - Deutsche Militärröhren im II. Weltkrieg
     

  Deutsche Militärröhren im II. Weltkrieg  
  Das Bezeichnungssystem setzt sich aus einem Buchstaben, der den Einsatzbereich (Wehrmacht, Marine (R) oder Luftwaffe (L)) beschreibt sowie eines nachfolgenden Buchstaben/Zahlenblocks für die Bauart zusammen.
Die eigentliche Bezeichnung wird häufig durch weitere Beschriftungen ergänzt.
 
  1. Buchstabe
Verwendungsbereich
Weitere Buchstaben
(Bauart der Röhre)

Zifferngruppe
Buchstabenblock Weitere Zeichen  
 
L


Luftwaffe

für Röhren der Luftwaffe
 
 
B
D
F

G
K
M
S
V


Katodenstrahlröhre
Senderöhre (HF)
Spezielle Röhre
(Photozelle, Ikonoskop,...)
Diode und Gleichrichter
Stabilisator
Magnetron
Senderöhre (LF)
Verstärkerröhre (LF)


laufende Nummerierung
 


(falls angegeben)
Anzahl der Stifte
bzw. Sockelstifte

 
  für Röhren der Reichswehr (Wehrmacht und Kriegsmarine)

Weitere Buchstaben
Bauart I
Zifferngruppe
Heizspannung
Buchstabenblock
Bauart II
Weitere Zeichen

R

Reichswehr
(Wehrmacht und Kriegsmarine)

D

G
K
L
V

Dezimeterbandröhre ab 300 MHz
Diode und Gleichrichter
Katodenstrahlröhre
Sende- und Leistungsröhre
Verstärkerröhre (allgemein)


A
D
G
H
L

M
MM

MS

P
SS

T


Bildröhre
Doppelanode
Diode und Gleichrichter
Hexode
Laufzeitmodulierte Röhre
(Wanderfeldröhre, etc.)
Magnetfeld gesteuerte Röhre
Zweifach Magnetfeld gesteuerte Röhre
Magnetfeld und elektrostatisch gesteuerte Röhre
Pentode
Zweifach elektrostatisch gesteuerte Röhre
Triode

An die Typenbezeichnung können noch weiter Zeichen angehängt sein.
Diese ergänzenden Angaben unterscheiden sich in ihrer Bedeutung für die unterschiedlichen Röhrengrupppen. Bei Röhren für hohe Frequenzen (RD) und Katodenstrahlröhren (RK) sind Buchstaben und Ziffern eine laufende Nummerierung zur Kennzeichnung der Entwicklungsschritte. Bei Dioden und Netzgleichrichtern (RG) gibt die Zahl den ungefähren Anodenstrom an. Die Leistungsverstärker- und Senderöhren (RL) die mittlere Anodenleistung (in Watt). Ein nachfolgendes "A" kennzeichnet eine sockellose Ausführung. Bei Empfängerröhren besitzen die Ziffen nachfolgende Bedeutung: "1" - "10" sind eine laufende Nummerierung, "11-4000" gibt den ungefähren Verstärkungsfaktor der Röhre an und eine "1" als letzte Stelle kennzeichnet eine Regelröhre.