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Spannungsangaben und Kapazitäten

Spannungsangaben für die Anode und Gitter

Für die Anoden- und Gitterspannung werden häufig veschiedene Grenzwerte angegeben. Die Werte Ua bzw Ug beschrieben die Elektrodenspannungen während des Betriebs und Ua0 bzw Ug20 die Spannungen an der kalten Röhre. Die Grenzwerte der Betriebsspannungen dürfen um maximal 20% überschritten werden, wenn sich der Strom der betreffenden Elektrode dem Nullpunkt nähert. Die Kaltspannungswerte gelten für die noch ungeheizte Röhre unmittelbar nach dem Einschalten und dürfen keinesfalls überschritten weren.
Wird der Gleichspannung einer Elektrode eine Wechselspannung überlagert, darf der Spitzenwert dieser Mischspannung die Werte der Kaltspannung erreichen, wenn sich der Strom der betreffenden Elektrode dem Nullpunkt nähert.

Spannung zwischen Heizfaden und Katode

Bei indirekt geheizten Röhren besitzt der Heizfaden keine galvanische Verbindung zur Katode. Für diese Röhren wird im Datenblatt die maximal zulässige Spannung zwischen Heizfaden und Katode angegeben. Der Grenzwert für die Spannung Ufk wird auf die Gleichspannung, bzw. den Effektivwert der Wechselspannung, desjenigen Endes des Heizfadens mit der höheren Spannung bezogen auf die Katode angegeben. Wird ein Grenzwert für den Spitzenwert Ufk sp angegeben, so gilt dieser für die Summe aus der Gleichspannung und dem Spitzenwert der überlagernden Wechselspannung. Häufig wird dazu auch der maximal zulässige Gleichsanteil der Mischspannung angegeben.
Falls keine Angabe zur Stromrichtung gemacht werden, gelten die Grenzwerte für eine beliebige Polarität. Der Betrieb mit positiver Katode bezoden auf den Heizfaden ist jedoch wenn möglch vorzuziehen. Die Angaben für Ufk und Ufk sp beziehen sich nur auf die Spannungsfestigkeit der Heizfaden-Katoden-Stecke, aber nicht auf eventuelle Brummstörungen oder sonstige Beeinflussungen während des Betriebs der Röhre.

Widerstand zwischen Heizfaden und Katode

Der äussere Widerstand zwischen Katode und Heizung sollte möglichst klein gehalten werden. Soweit hierfür keine Angaben gemacht werden sollte dieser 20 kOhm nicht übersteigen.

Kapazitäten

Soweit in den Datenblättern nichts anderes angegeben wird, gelten die angegebenen Kapazitätswerte für die kalte Röhre, ohne Heizung und ohne angelegte Elektrodenspannungen. Die Kapazitäten beziehen sich ausschließlich auf das Röhrensystem selbst, d. h. auf die zwischen den betreffenden Elektroden vorhandenen Kapazitäten. Die Datenblattwerte werden um die Einflüss der Sockelstifte und Elektrodenzuleitungen korrigiert.