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Erläuterungen zur Heizung


Die in den Datenblättern angegebenen Werte für die Gleichstromheizung schliesen den Betrieb mit gleichgerichteter, pulsierender Wechselspannung ein. Die Werte für den Gleichstrom sind mit dem Effektivwert des gleichgerichteten Wechselstroms gleichzusetzten, wobei beachtet werden muss, dass die Spitzenspannung nicht die maximal zulässige Spannung zwischen Heizung und Katode übersteigt.
Bei einer Heizung mit Wechselstrom liegt der Datenblattangabe meist ein niederfrequenter Heizstrom mit einer Frequenz von maximal 2000 Hz zugrunde. Ein Betrieb der Heizung mit einem höherfrequenten Wechselstrom oder einer impulsförmigem Strom ist nicht vorgesehen und muss im Bedarfsfall mit dem Röhrenhersteller geklärt werden.
Im Interesse einer möglichst langen Lebensdauer der Röhre sollte der Heizstrom bzw. die Heizspannung nur gering vom Nennwert abweichen.

Heizung der Röhren mit Parallelspeisung

Bei der Parallelspeisung liegen die Heizfäden aller Röhren parallel am Heizspannungskreis. Der Heizstrom einer jeden Röhre stellt sich in Abhängigkeit vom Widerstand des Heizfadens ein. Für Spezialröhren mit langer Lebensdauer (LL) von 10000 Stunden und darüber, darf die Abweichung der Heizspannung vom Nennwert meist nur 5% oder weniger betragen. Bei normalen Röhren darf die diese, falls nichts anderes angegeben ist, beim Nennwert der Netzspannung eine Abweichung von 10% erreichen.
Werden die Heizfäden aus einem Akkumulator mit 6,3 V gespeist, darf die Akkumulatorspannung einen Maximalwert von 8,0 V nicht über- bzw. einen Minimalwert von 5,5 V nicht unterschreiten. Wird der Akkumulator während des Betriebs geladen, darf die mittlere Heizspannung 7,0 V nicht übersteigen. Diese Forderung wird jedoch in der Regel bereits durch die Zuleitungen erfüllt.

Heizung der Röhren mit Serienspeisung

Bei der Serienspeisung sind die Heizfäden hintereinander in Serie an die Heizspannung geschalten. Der Heizstrom durchfließt nacheinander jeden Heizfaden und ist demnach an allen Stellen des Heizstromkreises gleich groß. Für die den Konstrukteur entsprechender Geräte sind bei Seriesspeisung weitaus mehr Parameter zu beachten als bei der Parallelspeisung. Die Spannung des Heizstomkreises verteilt sich proportional zum Heizenergiebedarf der Röhren und ist demnach an jedem Heizfaden unterschiedlich groß. Da an jeder Röhre ein Spannungsabfall entsteht, liegt an jedem Heizfaden eine andere Spannung, bezogen auf das Bezugspotential, an. Bei der Serienspeisung von indirekt geheizten Röhren ist besonderes Augenmerk auf die Spannung zwischen Katode und Heizfaden zu richten um eine Grenzwertüberschreitung zu vermeiden.
Für den Heizstrom gelten prinzipiell die gleichen Anforderungen wie an die Heizspannung. Im Interesse der Lebensdauer sollte auch der Heizstrom möglichst wenig vom Nennwert abweichen. Beim Nennwert der Netzspannung darf der Heizstrom um maximal 2,5% abweichen, hierbei sind Schwankungen der Netzspannung um maximal 10% zulässig. Weiterhin ist sicherzustellen, dass im Augenblick des Einschaltens die Heizspannung jeder Röhre den 1,5fachen Nennwert nicht überschreitet. Gegebenenfalls muss ein Heizstrombegrenzer in den Heizkreis eingebaut werden.
Um einen möglichst hohe Lebensdauer der Röhren zu erreichen, sollten die Schwankungen des Heizstrom nicht mehr als 1,5% betragen.

Direkte Heizung von Batterieröhren mit 1,25V bzw. 0,625V

Soweit keine anderen Angaben gemacht werden, sollten Röhren mit einer Heizspannung von 1,25 V parallel geheizt werden. Bei Röhren mit 0,625 V werden jeweils zwei Röhren in Serie geschalten und als seriengeheizte Röhren betrieben. Die Spannung einer neuen Heizbatterie darf bis zu 1,5 V betragen. Bei einer Heizspannung von weniger als 1,0 V sollte die Batterie ausgetauscht werden.
Wie bei allen Heizvarianten ist auch hier im Interesse der Lebensdauer auf möglichst geringe Abweichungen zu achten.