Bereich I: Die Entwicklung des Magnetrons - Die deutschen Magnetrons bis 1945
     

Die deutschen Magnetrons bis 1945

 

Nach der Erfindung des Magnetrons in den 1930er Jahren durch Samuel und dem nahenden Krieg wurde auch in Deutschland die Entwicklung von Magnetfeldröhren mit Hochdruck betrieben. Federführend in dieser Technik waren Telefunken und die GEMA, die bis Kriegsende eine Vielzahl verschiedener Magnetrons planten und entwickelten.

Viele dieser Röhren wurden bereits in der Planungsphase verworfen oder durch andere Ausführungen ersetzt und somit nicht bis zur Serienreife weiterführt. Diese Typen existieren nur als Planungsentwurf oder als Labormuster bzw. Prototypenserie.
Da die Entwicklung nicht auf standardisierten Parametern beruhte, sondern häufig für einen speziellen Einsatz erfolgte, war die so entstehende Typenvielfalt sehr groß und deren Bezeichnung nicht immer eindeutig.
Hinzu kommt dass die gefertigten Stückzahlen bis auf wenige Ausnahmen sehr gering waren und die Baureihen häufig starke Streuungen in den Parametern aufwiesen.

Die Entwicklung der Magnetrons erfolgte bei Telefunken unter der Laborbezeichnung (LM) gefolgt von einer laufenden Nummerierung. Nach Abschluss der Entwicklungsarbeiten wurde den Magnetrons mit anlauf der Serienfertigung eine dem Abnehmer entsprechende Bezeichnung zugeteilt. Für die Magnetrons die für die beutsche Wehrmacht bestimmt waren, wurde die Bezeichnung RD... gefolgt vom einer Ableitung des normalen Röhrenschlüssels verwendet. Einige Typen wurden jedoch auch unter der Bezeichnung LMS... mit angehängter laufender Nummer produziert.

Die einzige aussagekräftige Bezeichnung, die das Magnetron sehr detailliert beschreibt war MS..., . Nach den Buchstaben MS folgt die Angabe der Betriebswellen in cm sowie die Ausgangsleistung in Watt. Das Magnetron mit der Bezeichnung MS20/10 lieferte dementsprechend bei einer Wellenlänge von 20 cm (1500 MHz) eine Ausgangsleistung von 10 W.

 

     
  Die bekannten Ausführungen sind in der nachfolgeneden Liste aufgeführt:

 
  Typ Bauart Funktion Sockel und Anschlüsse
  LM29
LM115
LM119
LM141
LM141S
LM154
LM302
LM303
LM303S
LM308
LM318
LM331
LM341
LM357
LM390
LM394
LM411
LM415
LM417
LM417/22
LM417N
LM423
LM443
LM448
LM450
LM482
LM483
LM502
LM504/4
LM504/5
LM507/2
LM518
LM518/3
LM521
LM524
LM528
LM538
LMS10
LMS10a
LMS11
LMS12
LMS12a
LMS13
LMS14
LMS15
LMS16
LMS20
LMS22
LMS30
LMS32
LMS33
LMS34
LMS50/100
LMS86
LMS87
LMS100
LMS100a
LMS101
LMS110
LMS1000
LMSX
LMSY
LMSZ
LMSZa
MS5/0,5
MS10/0,5
MS10/6
MS10/10
MS12/1,5
MS20/0,5F
MS20/1,5
MS20/5
MS20/10
MS20/10F
MS20/10S
MS20/14
MS50/14
MS50/14R
MS50/10
MS50/100
MV50/25
RD2Ma
RD2Mb
RD2Mc
RD2Md
RD2Md1
RD2Md2
RD2Me
RD2Mf
RD2Mg
RD2Mh
RD2Mh1
RD4Ma
RD12Mdx
RM4021
RM4022
RM4023
RM4025
RM4031
RM4032
RM4041
RM4101A
RM4101B
RM4122